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In wessen Auftrag handeln die eigentlich noch? Der Aufstieg der AfD zur uneinholbar stärksten Kraft in Sachsen-Anhalt sorgt für antidemokratische Aussetzer bei der katholischen Kirche.
Trotz der unübersehbaren gesellschaftlichen Spannungen mißbraucht der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, wiederholt seine Position, um die Alternative für Deutschland (AfD) zu attackieren. Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im September 2026 warnte der Bischof vor der Partei, die er als „weitgehend gesicherte rechtsextreme Gruppierung“ bezeichnete. Solche Äußerungen aus kirchlichen Kreisen stoßen inzwischen nicht nur bei vielen konservativen Christen auf Kritik, da sie den Verdacht einer linksideologischen Ausrichtung der Kirchenleitung verstärken, die ihren göttlichen Auftrag immer öfter mit einer parteipolitischen Verpflichtung verwechseln.
Seine eigentliche Sorge betonte Georg Bätzing mit dankenswerter Offenheit: Es ist durchaus möglich, dass die AfD die Wahl gewinnt.“ Er warf der AfD vor, spaltend, nationalistisch, antieuropäisch und antidemokratisch zu sein, und mahnte die Wähler: „Die Wähler müssen wissen, welche Zukunft sie wählen.“ Solche offenen Attacken gegen eine demokratisch gewählte Partei unterstreichen die wachsende Politisierung der Kirche, die statt Brücken zu bauen, Gräben vertieft und damit ihren eigentlichen geistlichen Auftrag vernachlässigt.
Bätzings antidemokratische Invektiven wurden umgehend von der AfD-Bundestagsvize Beatrix von Storch beantwortet. Sie wies Bätzings Vorwürfe als falsch zurück. „Bischof Bätzing irrt sich – und das grundlegend“, erklärte von Storch. Als Vertreter der Kirche solle er sich auf die Lehre der Kirche konzentrieren und diese verkünden. „Parteipolitik ist nicht sein Metier.“ Sie hob hervor, dass die AfD die Partei sei, die christliche Werte am unzweifelhaftesten vertrete – etwa in Fragen der Abtreibung oder der gleichgeschlechtlichen Ehe. „Es ist bedauernswert, aber nicht überraschend, dass auch Bischöfe in den unreflektierten Mainstream einstimmen. Aber es ist eine Erklärung dafür, warum die Kirchenbänke sich immer weiter leeren.“, so von Storch.
Die Kritik der AfD-Fraktionsvize trifft einen wunden Punkt: Statt zur Einheit aufzurufen, befeuert die Kirchenführung durch solche Interventionen die gesellschaftliche Spaltung und entfremdet konservative Gläubige.
Aktuelle Umfragen untermauern die Brisanz: Laut einer jüngsten Erhebung könnte die AfD in Sachsen-Anhalt mit 39 Prozent die stärkste Kraft werden, gefolgt von der CDU mit 27 Prozent. Eindeutiger kann die Positionierung der Bürger nicht ausfallen. Statt die Sorgen und Anliegen der Bürger ernst zu nehmen und die regierenden Parteien zur Mäßigung aufzurufen, betätigt sich Bätzing als Wahlkampfhelfer. Fragt sich nur, für wen?








5 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort
Mich interessieren diese Themen und Entwicklungen, doch es ist Wahrhaftigkeit angefragt: warum wird hier Herr Biden mit Papst Franziskus präsentiert? Der eine ist nicht mehr Präsident, der andere ist entschlafen. – Das Thema Impfzwang und zugesperrte Kirchen war sehr aufregend, ist aber auch (erstmal) überstanden. – Übel aufzeigen ist wichtig, aber bitte „keine alten Kamellen“ aufwärmen. Danke!
Von den postreformatorischen Abspaltungen der Kirche ist man Mitläufertum mit dem Zeitgeist gewohnt. Dass ein katholischer Bischof und noch dazu in Herrn Bätzings gehobener Position sich bei denen einreiht ist zutiefst beschämend und verärgert auch langjährige, treue Kirchenmitglieder und lässt sie über einen Austritt nachdenken. Wir haben besonders in unserer Rolle als Staatsbürger keine bischöflichen Hirtenbriefe und Empfehlungen nötig, es reichen schon die theologischen Entgleisungen, die sie sich leisten (s. „Gender“).
Mit solchen Vertretern des christlichen Glauben ist der Untergang des Christentums nicht mehr weit. Leider sind diese Leute so indoctriniert, daß sie nur ein Leben hätten, so daß nachhaltiges Denken nicht mehr möglich ist, sonst würden sie wissen, daß sie, im Hinblick auf Reinkarnation, im nächsten Leben wieder da sind und sich ihre Folgen wegen Verblendung und Fremdbestimmung anlasten müßten.
Ich wüßte gern, wie es um die Kirchenaustrittszahlen prozentual zur Gesamtzahl der Katholiken steht im Vergleich jeweils zwischen Diözesen, die (wie Limburg) von linkskatholischen, den synodalen (Irr-)Weg befeuernden Bischöfen (hier: Dr. G. Bätzing) regiert werden versus solchen Diözesen (wie Regensburg), denen dezidiert konservative Bischöfe (wie Herr Voderholzer) vorstehen. Freilich müßte die Sozialstruktur dieser untersuchten Diözesen hinreichend ähnlich sein.
Wie der Autor dieses Artikels neige ich zu der Hypothese, daß die Kirchenbindung dort größer ist, wo der Hirte seine Herde nicht der postmodernen Umwertung aller Werte preisgibt, sondern ihr Orientierung auf der Grundlage der Heiligen Schrift gibt. Aber das bleibt vorerst eine Vermutung. Ich meine mich zu erinnern, daß die EKD eine Studie herausgebracht hat, die angeblich aussagt, daß die Mehrzahl der Kirchenmitglieder mehr Modernität i.S. der Anpassung an den (Un-)Geist der Zeit wünschen. Aber dieses Ergebnis dürfte wohl vom erkenntnisleitenden Interesse der zeitgeisthörigen Auftraggeber und / oder der beauftragten Forscher geprägt sein. Wir wissen ja, das die Annahme, wissenschaftliche Untersuchungsergebnisse seien unumstößlich wahr, aus wissenschaftstheoretischer Sicht unhaltbar ist.
Bischof Baetzing zerstört die Kirche in Deutschland.Ein Bischof, der nicht bei der Wahrheit bleibt und behauptet, er habe sich bei der Segnung von Homosexuellen
Paaren mit Rom abgestimmt, was Rom aber verneint, ist untragbar.Seine Parteinahme
gegen die AfD und für die Grünen,die für die Abtreibung bis Geburt eintreten und deren Vertreter als Pastoralreferenten in Dienst gestellt werden, ist nur sehr schwer zu er-
tragen.Der Bischof sollte abdanken.Wir brauchen keine Gendersekte.
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