Foto: Screenshot Instagram/Bundeskanzler
Beitrag ursprünglich erschienen auf Freie Welt
Genau an dem Tag, an dem die christliche Fastenzeit beginnt – am Aschermittwoch –, veröffentlicht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) eine öffentliche Grußbotschaft: „Ramadan Mubarak!“ auf Instagram. An die Muslime in Deutschland gerichtet. Mit warmen Worten über Toleranz, Offenheit, Neugier auf den Anderen und die verbindende Kraft des Ramadan.
Zur selben Stunde beginnt für Millionen Christen einer der zentralen Abschnitte des Kirchenjahres: 40 Tage Fasten, Buße, Einkehr, Vorbereitung auf Ostern – die Erinnerung an die 40 Tage Jesu in der Wüste. Ein uralter, tief verwurzelter Ritus der abendländischen Christenheit.
Der Bundeskanzler findet dafür kein Wort. Keinen Post. Keinen Gruß. Keine Erwähnung. Nichts.
Selektive Wertschätzung als Programm
Während Millionen Christen schweigend übergangen werden, wird der Beginn des Ramadan vom Regierungschef eines christdemokratischen Landes feierlich begrüßt. Gleichzeitig gratuliert derselbe Kanzler tags zuvor den Menschen in China zum Frühlingsfest – nur den eigenen christlichen Bürgern zum wichtigsten Buß- und Vorbereitungszeitraum des Jahres fällt kein einziges offizielles Wort zu.
Beschämende Prioritätensetzung durch einen christdemokratischen Bundeskanzler
Das ist mehr als ein Versehen. Es ist ein Signal. Wenn ein christdemokratischer Kanzler den muslimischen Fastenmonat öffentlich zelebriert, den christlichen aber vollständig ignoriert, dann wird deutlich, wessen religiöse Gefühle man für schützens- und erwähnenswert hält – und wessen nicht.
Globaler Kontext der Christenverfolgung macht es noch unerträglicher
Während Christen weltweit – besonders in islamistischen und kommunistischen Regimen – Jahr für Jahr neue traurige Rekorde an Verfolgung, Diskriminierung, Vertreibung und Ermordung erleiden, schweigt der Kanzler eines mehrheitlich christlichen Landes genau an dem Tag, an dem die Christenheit eines ihrer wichtigsten Feste einleitet. Stattdessen bedient er ohne jede Scham den muslimischen Feiertagskalender mit offizieller Staatsrhetorik.
Ein solches Verhalten eines christdemokratischen Regierungschefs dürfte in der Geschichte westlicher Demokratien einzigartig sein: den eigenen Glauben und seine zentralen Feierzyklen demonstrativ zu vergessen, während man fremde religiöse Feste aktiv und öffentlich hervorhebt: Denn auch an das chinesische Frühlingsfest bedachte Merz mit warmen Worten.
Das ist keine Toleranz.
Das ist Unterwerfung unter einen einseitigen Dominanzanspruch – finanziert und repräsentiert vom deutschen Steuerzahler.







